Gemeindefahrt 2011

zurueck 25 Hoffnungsgemeindler unterwegs nach Weimar und Erfurt

 

Montag
Tag1-Schiller-Goethe

Am Montag, 29. August, morgens und 08:30 Uhr, starteten wir zu unserer diesjährigen Gemeindefahrt. Diesmal war es unser Ziel, Weimar und Erfurt zu besuchen.

Reibungslos fuhren wir mit unseren drei blauen Stadtmobilbussen, wie immer perfekt gesteuert von
Bettina Zeschky, Pfarrer Rolf Weiß und Gerhard Eckerle, in Richtung Werneck, wo wir in der dortigen Kirche
bei einer Morgenandacht um Gottes Segen für die nächsten fünf Tage baten. Im Brauerei-Gasthof Werneck nahmen wir unser Mittagessen ein und weiter ging es gen Weimar. Dort angekommen, bezogen wir unsere Zimmer im Acarte-Hotel Weimar.

Anschließend trafen wir uns an der berühmten Herder-Kirche mit unserer Stadtführerin, die uns "ihre" wunderschöne Stadt voller Freude zeigte. Schon da gerieten wir ins Schwärmen und ich denke, alle
verliebten sich in diese charmante, mittelalterliche und weltberühmte Stadt mit ihren herrlichen Schlössern, Kirchen, Parks und Gärten.

Beim Abendessen im Restaurant "Zum Schwarzen Bären" ließen wir die Eindrücke dieser Führung in uns wirken. Da wir vom Hotel einen großen Raum als Sammelpunkt zur Verfügung hatten, war es natürlich ganz wunderbar, dass Herr Stumpf uns am Abend mit seinem Vortrag über J.G. Herder erfreute.
Frau Supper gelang es danach, uns durch ihren Vortrag den großen Dichter Friedrich Schiller, der übrigens aus unserem Ländle stammte, nahe zu bringen. Schnell war der erste Tag vorbei und wir waren schon sehr gespannt auf das Programm des nächsten Tages.

 

Dienstag
Tag2-Schiller-Wohnh

 

Tag2-Anna-Amalia-Bib

Dieser begann, wie an den folgenden Tagen, mit einer Morgenandacht. Heute stand die Besichtigung des Wohnhauses Friedrich Schillers und der Besuch der einzigartigen Anna-Amalia-Bibliothek auf dem Plan.
Bei einer, von einer Kunsthistorikerin äußerst lebendig gestalteten Führung, lernten wir Schiller auch mal von seiner familiären Seite kennen.
Die Anna-Amalia-Bibliothek war natürlich der Höhepunkt an diesem Morgen. Eine Stunde lang konnten wir, per Audio-Guide begleitet, den nach dem verheerenden Brand im September 2004 wieder ganz wunderbar aufgebauten Rokoko-Saal ansehen. Die Herzogin Anna-Amalia-Bibliothek, gegründet im 17. Jahrhundert, ist eine der ersten öffentlich zugänglichen Fürstenbibliotheken in Deutschland und bewahrt u.a. die Buchbestände auf, mit denen Wieland, Goethe, Herder, Schiller und viele andere gearbeitet haben. Nach dem Mittagessen konnten wir den Nachmittag in freier Verfügung gestalten. Das wurde auch von vielen zum "shoppen" genutzt. Vor allem Schals riefen ein großes Interesse hervor. Die Verkäuferin eines dieser Geschäfte konnte sich über den Umsatz nicht beklagen. Viele von uns nutzten diese Zeit aber vor allem, um das Goethehaus anzusehen, in dem dieser 50 Jahre wohnte. Der Tag endete mit der Abendandacht in unserem Gruppenraum.

 

Mittwoch
Tag3-Aug-Kloster

Der Mittwoch war ganz der Stadt Erfurt gewidmet. Die zweistündige Stadtführung ließ uns das historische Erfurt erleben. Natürlich gehörten der riesige Dom und die Krämerbrücke dazu. Das Augustinerkloster, in dem Martin Luther von 1505 bis 1511 als Mönch lebte, war ein besonderes Erlebnis für uns alle. Am späten Nachmittag war die Zitadelle Petersberg, eine Festung aus dem 17. Jahrhundert, hoch über Erfurt gelegen, unser nächstes Ziel. Unser Stadtführer, der uns vormittags schon Erfurt zeigte, war auch diesmal wieder dabei um uns über diese imposante Feste und deren langjährige Geschichte zu erzählen. Den Abschluss bildete das spannende Abenteuer eines Fackelzugs, bei dem jeder dritte von uns mit einer richtigen Fackel ausgestattete wurde, durch die unterirdischen Gänge der Festung.

 

Donnerstag
Tag4-Buchenwald

 

Tag4-Belvedere

Der Morgen des Donnerstags umfasste eines der traurigsten Kapitel unserer deutschen Vergangenheit, die Konzentrationslager der SS. Wir besuchten das 1937 gebaute Lager Buchenwald, heute Mahn- und Gedenkstätte, nahe bei Weimar auf dem Ettersberg gelegen. Für viele unserer Gruppe war dies ein sehr schwerer Gang. Die junge Dame, die uns durch diese Stätte führte, vermittelte uns dabei äußerst eindrucksvoll, was dort Menschen mit Menschen Entsetzliches tun können und wie grausam und unmenschlich man Gefangene quälen und töten kann und dass man das niemals vergessen soll.
Die Fahrt zum Schloss Belvedere, als Lustschloss erbaut gegen Ende des 18. Jahrhunderts für Ernst August I von Sachsen Weimar, ließ dann wieder etwas Frieden in uns einkehren.

Am Abend dieses ereignisreichen Tages trafen wir uns in unserem Gruppenraum. Nach der Abendandacht hielten Annette Munk und Brigitte Günzel, ein Referat über den weltberühmten Klaviervirtuosen und Komponisten Franz Liszt.

 

Freitag
Tag5-Bauhaus-Uni

 

Tag5-Residenz

 

Tag5-Jakobskirche

Unser letzter Tag begann wie immer mit der Morgenandacht. In Erinnerung an das Liszt-Referat besuchten an diesem Morgen einige unserer Gruppe die Thüringische Landesausstellung zu Franz Liszt. Dort  konnten wir vieles aus unserem vorabendlichen Referat bestätigt finden. Die anderen sahen sich noch das Residenz-Schloss und seine Ausstellungen, unter anderem mit berühmten Gemälden von Lucas Cranach, an. Auf der Heimfahrt machten wir noch einen Kurzstopp an der kleinen Autobahn-Kirche in Gelmeroda. Sie wurde durch Bilder des amerikanischen Malers und Bauhauslehrers Lyonel Feininger (1871-1956) bekannt.
Gerhard Eckerle dankte in seiner Andacht für die schönen Tage, die wir miteinander verbrachten.

Fünf Tage Weimar und Erfurt waren, wie schon alle anderen Fahrten in den Jahren zuvor, wieder mal ein herrliches, wunderbares Erlebnis, aber auch ein Höhepunkt.

Ganz lieben und herzlichen Dank den beiden Reiseleitern Pfr. Rolf Weiß und Diakon Gerhard Eckerle für die Vorbereitung und die gelungene Fahrt, auch als Fahrer der Stadtmobilbusse zusammen mit Bettina Zeschky.

Die-Teilnehmer

Ich denke, dass wir uns im nächsten Jahr, so Gott will, wieder zu einer neuen Gemeindefahrt aufmachen.
Darauf freuen sich schon alle!

 

Text: Brigitte Günzel;

Bilder: Erich Schwall

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